Bald ist es soweit. In weniger als zwei Monaten landet ein Flugzeug der China Airlines in Deutschland/ Frankfurt. Mit dabei: Eine taiwanische Reisegruppe und eine Kurzzeitlerin, die wieder nach Hause zurueckkehrt.
Langsam versuche ich mich an diesen Gedanken zu gewoehnen. Es stellen sich Fragen wie: Was will ich hier noch machen, was muss ich noch machen und vor allem; Wie wird es werden wenn ich wieder da bin? Werde ich mich schnell an Deutschland zurueckgewoehnen oder einen grossen Reentryshock bekommen?
Immer wieder werde ich von den Lehrern gefragt, wann ich denn genau zurueckgehe und bei meiner Antwort folgt meist ein; Oh, das ging aber schnell. Auch der Tag meiner Verabschiedung steht schon fest.
Die Kinder werden zwei Tage vor mir das Heim verlassen und fuer die Sommerferien nach Hause zurueckkehren. Auch morgen gehen viele fuer vier Tage nach Hause. Es ist die Zeit des Drachenbootfestes.
Einer Sage nach soll sich ein chinesischer Dichter wegen erlittenen Unrechts ungefaehr 278 vor Christus in einem Fluss ertraenkt haben. Dem Versuch ihn zu retten wird mittels Drachenbootrennen gedacht. Ausserdem werden in der Zeit Zongzi gegessen, in Bananblaetter gewickelter Reis und Zusaetze, wie Fleisch, oder ein Mousse aus roten Bohnen.
Das Drachenbootfest ist ein Familienfest und das Heim wird fuer diese Zeit ganz schoen leer sein.
Ansonsten haben wir ein neues Kind im Stock und es ist ein grosses Gebetsanliegen, dass sich dieses Kind bald an die regeln und die Kinder im Heim gewoehnt, da es sehr verwoehnt ist und seit seiner Ankunft alle herumkommandiert. Auch ich brauche da Gebet, denn ich verliere, wie ich gemerkt habe, bei verwoehnten Kindern eher die Geduld, als bei "nur" ungezogenen Kindern.
Jesus sagt: "Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."
Mittwoch, 27. Mai 2009
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