Sonntag, 21. Juni 2009

Vom Abschiednehmen...

Gestern ist mein letzter Monat in Taiwan angebrochen. Heute in einem Monat werde ich, so Gott will, wieder in Deutschland landen.

Die Abschiedsfeiern haben begonnen und diese Woche fanden bereits vier statt. Zunaechst wurde ich zu einem netten Essen eingeladen von den Lehrerinnen der Stockwerke in denen ich gearbeitet habe und meiner Chinesischlehrerin. Am Tag darauf folgte ein weiteres Essen, Feuertopf mit meinem Bibelkreis. Feuertopf ist ein Topf voller kochendem Wasser, in den man alle moeglichen Sachen hineintut, Tofu, Salat, Fisch, Nudeln, Gemuese... Dieses spezielle Restaurant bietet auch Lotusblumen an. Tut man diese auf seinen Loeffel und haelt sie ueber das kochende Wasser, oeffnen sie sich. Dann kann man, wenn man will, sie auch kochen und essen.

Gestern war die Abschiedsfeier der Kinder und gleichzeitig eine Party fuer die Kinder, die eine Schule abgeschlossen haben. Mit Gesang, Musik und Tanzvorfuehrungen, sowie den Vorstellungen der einzelnen Jubilanten war eine Stunde ausgefuellt. Danach fanden Spiele auf unserem Hof statt und es wurde gegrillt. Die Kinder werden allerdings noch einen Monat hierbleiben. Diese Feier war groesstenteils fuer die Jubilanten, es wuerde aber zu viele Umstaende machen, noch eine so grosse Feier zu veranstalten.



Am Abend ging es fuer mich gleich weiter mit dem Feiern. Nach meiner letzten Englischunterrichtsstunde wurden Fotos gemacht und es gab ein gemeinsames Essen. Dort habe ich (zum zweiten Mal) Schnecken gegessen. Hoert sich nicht so lecker an, schmeckt aber gut. Und man gewoehnt sich an alles. Naechste Woche sehe ich meine Schueler aber noch einmal, denn wir haben ihnen zu Weihnachten eine Freizeit in der Tarokkoschlucht geschenkt, die ich zum Grossteil leiten werde.

Ausserdem setze ich mich zum vorletzten Mal in den Zug nach Taipei, zum Missionsabschiedsfest, bzw. einer weiteren Konferenz mit unserer Verabschiedung. Beim naechsten Mal heisst es: endgueltig Abschied nehmen.



Donnerstag und Freitag bin ich im sonnigen Sueden, wo ich eventuell endlich mal im Meer hier schwimmen kann... vielleicht.
Einige Gebetsanliegen sind mir wichtig geworden:



- Bitte betet, dass ich mich an den Gedanken gewoehnen kann, abzureisen. Das Leben ist hier fuer mich zum Alltag geworden und interessanterweise ist es fuer mich ungefaehr so unreal dass ich schon wieder zurueckfliege, wie das ich nach Taiwan gekommen bin.

- Mir ist es wichtig, dass meine Klavierschuelerin irgendwie am Ball bleibt und ich eine Moeglichkeit finde, dass sie weiter unterrichtet wird.

- Ich habe fuer den letzten Monat noch einiges vor, wie Abschiedsgeschenke vorzubereiten, etc. Ich hoffe, dass ich das alles noch schaffe, irgendwie.

Dank:
- Vor kurzem war ein Taifun in der Naehe. Es war nicht sicher, ob er uns trifft, aber er ist an Taiwan vorbeigezogen!

- Ungefaehr vor zwei Wochen gab es ein starkes Erdbeben, bei dem wir aber auch Gott sei Dank! nur mit einem Schrecken davongekommen sind

-Dank, dass alle hier gesund sind, die Kinder, Mitarbeiter, Monika und ich

- Eine unserer Mitarbeiterinnen hat ein gesundes Baby bekommen

- Und zu guter Letzt: Dank fuer den Erfinder der Klimaanlagen, ohne den ich hier wahrscheinlich den ganzen Tag unbeweglich in der Ecke sitzen wuerde, weil jede Bewegung bei unserem tropischen Wetter den Schweiss hervorruft. Es ist schon interessant, wie viele Alltagssachen einen umgeben, die man uebersieht, fuer die man aber ziemlich dankbar sein kann...

Danke fuer eure Gebete!
Katha

Mittwoch, 27. Mai 2009

Zweigeteilt..

Bald ist es soweit. In weniger als zwei Monaten landet ein Flugzeug der China Airlines in Deutschland/ Frankfurt. Mit dabei: Eine taiwanische Reisegruppe und eine Kurzzeitlerin, die wieder nach Hause zurueckkehrt.

Langsam versuche ich mich an diesen Gedanken zu gewoehnen. Es stellen sich Fragen wie: Was will ich hier noch machen, was muss ich noch machen und vor allem; Wie wird es werden wenn ich wieder da bin? Werde ich mich schnell an Deutschland zurueckgewoehnen oder einen grossen Reentryshock bekommen?

Immer wieder werde ich von den Lehrern gefragt, wann ich denn genau zurueckgehe und bei meiner Antwort folgt meist ein; Oh, das ging aber schnell. Auch der Tag meiner Verabschiedung steht schon fest.

Die Kinder werden zwei Tage vor mir das Heim verlassen und fuer die Sommerferien nach Hause zurueckkehren. Auch morgen gehen viele fuer vier Tage nach Hause. Es ist die Zeit des Drachenbootfestes.
Einer Sage nach soll sich ein chinesischer Dichter wegen erlittenen Unrechts ungefaehr 278 vor Christus in einem Fluss ertraenkt haben. Dem Versuch ihn zu retten wird mittels Drachenbootrennen gedacht. Ausserdem werden in der Zeit Zongzi gegessen, in Bananblaetter gewickelter Reis und Zusaetze, wie Fleisch, oder ein Mousse aus roten Bohnen.
Das Drachenbootfest ist ein Familienfest und das Heim wird fuer diese Zeit ganz schoen leer sein.

Ansonsten haben wir ein neues Kind im Stock und es ist ein grosses Gebetsanliegen, dass sich dieses Kind bald an die regeln und die Kinder im Heim gewoehnt, da es sehr verwoehnt ist und seit seiner Ankunft alle herumkommandiert. Auch ich brauche da Gebet, denn ich verliere, wie ich gemerkt habe, bei verwoehnten Kindern eher die Geduld, als bei "nur" ungezogenen Kindern.

Jesus sagt: "Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."

Dienstag, 21. April 2009

lange her...

... das ich zuletzt geschrieben habe. Sehr lange her!! Vielleicht schaffe ich es ja jetzt nochmal, oefter zu schreiben.

Seit Thailand ist unglaublich viel passiert. Zunaechst hatte sich in Thailand schon eine Freundin angekuendigt, die mich besuchen wollte. Am 6. 3. ist sie in Taiwan angekommen und war zwei Wochen hier. Es war gut mal wieder jemanden im gleichen Alter zu haben, mit dem man in der Muttersprache reden und bestimmte Sachen machen konnte, wie Maedlsabende oder quer durch die Stadt shoppen. Auch ihr hat der Urlaub hier sehr gut getan.



Nachdem sie abgeflogen war, hatten wir Missionskonferenz, die hier in Hualien stattfand und in einigen Punkten sehr bereichernd war. Es war spannend zu sehen, wie Mission im Inneren stattfindet (wobei wir als Shortis das Innerste natuerlich nicht "betreten" durften.;-)).



Eine Woche spaeter kam dann meine Familie an. Beide Besuche haben sorgfaeltig meinen Geburtstag ausgelassen (auch noch einen runden), weshalb ich schon befuerchtete, diesen alleine feiern zu muessen.

Musste ich natuerlich nicht!!! Mein Geburtstag war echt schoen, mit einem gemuetlichen Morgenfruehstueck, einigen Geschenken und alle die da waren haben mir ein Geburtstagsstaendchen gebracht. Am Abend wurde ich noch zum Essen in ein Hotel eingeladen.



Meine Familie kam und war vom Heim und der Atmosphaere die hier herrscht, sichtlich beeindruckt. Jetzt stellen sich natuerlich so Fragen wie: Hat sich deine Familie geaendert? Hast du dich geaendert? Ich wuerde sagen; Jein. Das Zusammenspiel ist das Gleiche geblieben, es gibt immer noch die gleichen Konfliktgruende und eigentlich groesstenteils auch die gleichen Vorlieben aber: Hilfe, meine Bruder sind mir beide ueber den Kopf gewachsen!!!



Ich selber soll mich schon veraendert haben, vor allem nach aussen hin soll ich selbstbewusster sein, aber bringt ein Aulsandsjahr so etwas nicht zwangslaeufig mit sich???

Die Zeit mit meiner Family war besonders toll und ich bin Gott sehr dankbar, dass ich mit diesen Menschen so gesegnet worden bin!!!

Ausfluege in die Tarokkoschlucht, an den Strand, in die Stadt, eine Einladung zum Essen und Papas 50ster Geburtstag haben diese zwei Wochen ausgefuellt und mir sehr grossen Spass gemacht. Am letzten Samstag haben wir als Heim einen chaotischen Ausflug auf eine nahegelegene Farm gemacht. 130 menschen,, drei Busse und viele aufgeregte Kinder ergaben das Chaos. Aber es war ein schoener Ausflug und es hat nur geregnet, als wir alle ohnehin schon unter Dach waren und Mittag assen. Gott ist da echt genial!



Jetzt bin ich gespannt auf meine letzten Monate hier.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Immer offen fuer Veraenderung!!!

Und schon bin ich wieder aus Thailand zurueck:-)
Naja, was heisst schon... ich habe zwei Wochen keinen Eintrag mehr geschrieben, deshalb ist "chon"vielleicht zeitlich nicht ganz korrekt. Die neun Tage in Thailand waren schoen, ein Perspektivwechsel, ein Wetterwechsel und ein Sprachwechsel...)das heisst, ich habe nichts verstanden. ;-))
Es ist aber auch sehr schoen, wieder hier zu sein, die Leute hier zu sehen, wieder mit meinen Kindern zu arbeiten.
Sollte ich Unterschiede zwischen Thailand und Taiwan beschreiben, wuerde das mir gar nicht so leicht fallen. Augenscheinlich sind auf jedenfall die vielen Touristen, die Thailand im wahrsten Sinne des Wortes unsicher machen. Auch Flora und Fauna sind anders, denn da Thailand weiter im Norden liegt als Taiwan, hat es dort jetzt schon wieder bis zu 30 Grad, waehrend wir hier gerade Regen haben. Das aendert natuerlich auch die Pflanzenwelt.
Die Thais sprechen mehr Englisch als die Taiwaner, denn sie richten sich schliesslich nach den Touristen, die ihr Land bevoelkern.
Es gibt blaue, rosane und gelbe Taxis (gruene glaub ich auch), TukTuks... und und und!

Hier habe ich meinen Stock geaendert und arbeite jetzt mit aelteren Kindern zusammen.
Mit zwei von ihnen darf ich in den Physiotherapieraum gehen, in der Hoffnung, dass sich ihre Reaktionsgeschwindigkeit verschnellert und ich habe den Traum, dass das eine Maedchen durch diese Art der Therapie zu sprechen anfaengt. Aber das ist bis jetzt wirklich nur ein Traum.

Am Dienstag habe ich meine erste Andacht mit dem Thema: "Der Weg mit Jesus/ Jesus ist der Weg" gehalten. Fragt mich bitte nicht, ob das gut war. Ich weiss es nicht, aber die Message scheint verstanden worden zu sein.

In meinem Haeuschen, genauer gesagt, in meinem Buero, befindet sich jetzt ein Computer mit Internetzugang... Yeah!!! Dadurch kann ich auch morgens mal ins Internet und die Abende fuers telefonieren nutzen.
Und ab diesem Wochenende kann ich zwei Hobbygruppen leiten, eine Bastelgruppe und eine Sportgruppe. Ich freue mich schon sehr darauf!!!

Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich!"
Johannes 14, 6

Freitag, 30. Januar 2009

Ab nach Thailand, Urlaub feiern!!

Morgen ist es soweit: Fuer mich geht es fuer neun Tage nach Thailand. Wie es mir dort ergangen ist, berichte ich dann spaeter.;-)

Diese Woche war ziemlich trubelig;-) (ich weiss, das Wort existiert nicht.;-))
Ich habe die ersten zwei Tage bei den erwachsenen Maedls gearbeitet. Das bedeutet fuer mich, nur aufpassen das nichts passiert. Am Dienstag waren wir gemeinsam in der Stadt shoppen. Das war fuer mich echt eine schoene Abwechslung, weil ich die Verantworung fuer etwa gleichaltrige
Maedchen hatte und das einfach etwas anderes ist, als alleine shoppen zu gehen.

Danach habe ich den groessten Schock in der Geschichte meines bisherigen Aufenthaltes hier erlebt:
Eines der Maedchen, mit dem ich mich gerade ein bisschen anfreunde (sie ist in meinem Alter), lief vor mir die Treppe hoch, verfehlte aber mehrmals die Stufen. Auf der Mitte blieb sie stehen und begann am ganzen Koerper zu zittern. Die Lehrerin war nicht da und ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich wusste, dass sie Anfaelle hat ( ihre einzige Behinderung), aber das war sehr unvorbereitet. Sie selbst umklammerte mit einer wahnsinnigen Kraft fuer dieses schmale Maedchen meine Arme und fixierte mich mit einem seltsam starren Blick. Ich habe die ganze Nacht noch ihr Gesicht vor mir gesehen.
Jetzt weiss ich, dass sie sich ausruhen muss wenn sie einen Anfall bekommt. Ich moechte euch bitten, dass ihr fuer sie betet. Jeder dieser Anfaelle schaedigt das Gehirn, besonders starke Anfaelle. Sie ist nicht geistig behindert und es besteht die Moeglichkeit, dass die Anfaelle aufhoeren, bevor sie es wird!
Das waere echt schoen!

Mittwoch und Donnerstag habe ich bei den Kindern gearbeitet, die hier geblieben sind. Am Donnerstag vor der Arbeit haben wir das Elternhaus der Heimdirektorin besucht und ich durfte das von zweien der Maedchen sehen. Die Armut in der diese Menschen leben ist beschaemend fuer die , die mehr haben. Trotzdem sind sie bereit, viel zu geben und das beschaemt mich noch mehr!

Montag, 19. Januar 2009

Back-, Putz- und Schlafwut:-D

Wieder hat eine neue Woche angefangen. Diese Woche wird Monika zurueckkommen und ich muss mein Haeuschen noch putzen. Letzte Woche war ich mal wieder mit meiner Chinesischlehrerin unterwegs. Wir haben die Tochter einer anderen Lehrerin mitgenommen und sind mit ihr an den Strand zum Fotos machen, in einen Hafenort, wo wir zugeguckt haben wie Haie ausgeweidet wurden und ziemlich interessante Sachen gegessen haben und dann weiter nach Yingge, einem in Taiwan sehr bereuhmten Handarbeitsort, in dem ueberwiegend Toepfereien hergestellt werden. Dort haben wir den Grossteil des Tages verbracht, gegessen und sind dann zu der Grossmutter des kleinen Maedchens gefahren, wo sie ihre Ferien verbringen wird.
Ohne sie gings weiter nach Maoli. Dort wohnt die grosse Schwester meiner Lehrerin mit ihrem Mann. Wir haben die Nacht dort verbracht und ich habe am naechsten Tag gelernt, wie ich Tee nach taiwanischer Art zubereite. Auf dem Rueckweg haetten wir gerne noch mehr gesehen, aber durch den netten Fahrstil meiner Lehrerin, unzaehlige Kurven in den Bergen und die Milch, die ich am Morgen getrunken hatte, ging es mir leider nicht allzu gut. Also haben wir uns auf geradem Weg zurueck begeben.

Diesen Sonntag haben die Kinder das Heim verlassen und es ist sehr einsam ohne sie hier. Naja, die Lehrer sind noch da und unsere gemeinsame Aufgabe ist es jetzt, die Stockwerke zu putzen. Das macht man in Taiwan sehr gruendlich, indem man alles ausraeumt, die Schraenke gruendlich reinigt und alles wegwirft, was nicht gebraucht wird. Dann werden die gekachelten Raeume mit dem Wasserschlauch ausgespritzt und mit dem Tuch nachgetrocknet. Achso, vielleicht sollte ich noch erwaehnen, dass das hier einmal im Jahr passiert.;-)

Am Freitag habe ich meine ersten Versuche hinter mich gebracht, zwei Lebkuchenhaeuser zu backen... Leider gab es von der ein oder anderen Zutat zu wenig, sodass die beiden Haeuser keine Daecher besassen und der Garten fehlte. Ebenso der Schnee, denn anstelle von Puderzucker habe ich Schokolade zum kleben benutzt. Naja, den erwachsenen Behinderten hier hats geschmeckt und von den Resten habe ich dann doch noch einiges zusammenbekommen, dass ich dem Buero uebergeben habe, zusammen mit noch ein paar weiteren Cookies, die ich in aller Eile gebacken habe.

Ansonsten (um noch die Schlafwut zu erwaehnen), bin ich im Moment sehr am kraenkeln (schon wieder) und es bereitet mir sehr viel Muehe, hochzukommen und die Arbeit zu erledigen, die ich erledigen will. Aus dem Bett zu kommen ist dementsprechend Schwerstarbeit. Den heutigen Tag habe ich mit halb geschlossenen Augen hinter mich gebracht. Naja, fast. Fuenf Stunden habe ich noch, in denen ich noch einiges erledigen will, zum Beispiel Weihnachtspost beantworten.

Demnaechst werde ich fuer die Erwachsenen hier wahrscheinlich eine Andacht halten. Bitte betet dafuer, dass es mir gelingt sie zu verfassen und vor allem: Vor den Leuten so zu reden, dass die Message rueberkommt.

Be blessed!

Sonntag, 11. Januar 2009

Rutschen, Feiern, Einsamkeit

Habe gerade festgestellt, dass ihr mir nur nach Registration Kommentare schreiben konntet. Das habe ich jetzt geandert!!!

Da bin ich wieder! Nach circa zwei Wochen schaffe ich es endlich wieder, einen vernuenftigen Eintrag zu schreiben. Was habe ich in der letzten Zeit gemacht?
Nun, im letzten Jahr war ich noch sehr beschaeftigt damit, mich von Weihnachten zu erholen:-)

Am 31. habe ich meinen Rucksack gepackt und bin zum Bahnhof gestiefelt, wo ich mit einer Horde Taiwaner und einer amerikanischen Familie in den Zug gestiegen bin.
In Taipei angekommen habe ich erst mal geschlafen, um mich fuer die lange Nacht vorzubereiten. Dann habe ich den naechsten Frisoer aufgesucht. Jetzt ist es auch inTaiwan angekommen: Ja, mein Haar ist kaputt und ja, ich habe es zu oft gefaerbt! Also wurde ich der Haelfte meiner Haare entlaedigt.

Schliesslich habe ich mich mit neuem Haarschnitt auf zum Taipei 101 gemacht, wo das Silvesterprogramm bereits lief. Mehrere, in Taiwan sehr beruehmte Stars sind dort auf der Buehne aufgetreten, waehrend ich Kulturbanause mich erst einmal an die Essensstaende herangepirscht habe. Erst nachdem ich was zu Essen in der Hand hatte, habe ich mich zu den Anderen gesellt, die schon ziemlich in Partylaune waren. Ungefaehr um 10 bekam ich Gesellschaft von einem Deutschen, sodass ich fuer den Rest des Jahres Konversation auf Deutsch betreiben konnte.:-)
Um 12 zaehlten 500.00 Menschen unter dem 101 - natuerlich auf Chinesisch- den Countdown bis zum neuen Jahr und dann ging das vom 101 aus gesteuerte Feuerwerk los (siehe Bild). Ziemlich cool, aber leider auch etwas kurz.
Nach dem kurz weiterlaufenden Programm kaempften wir uns durch die Massen zur Mrt, wo Polizisten den Verkehr regelten. Die 4. Bahn erwischten wir dann auch, fuhren nur leider eine Haltestellle zu weit. Um 2 Uhr nachts befand ich mich in meinem Bettchen. Am naechsten Tag habe ich den Zoo besucht (einer der Groessten von ganz Asien, leider konnte man die Pandabaeren nicht sehen) und bin danach noch auf den Nightmarket gegangen, wo ich mir billig eine neue Tasche erhandelt habe.

Ansonsten gibt es hier nicht so viel Neues. Seit letzter Woche Dienstag bin ich die einzige Deutsche hier weil Monika momentan in China ist, um mit einer Reisegruppe von der Mission gegruendete Gemeinden zu besuchen.

Ich lerne jetzt Chinesisch kochen. Durch Zufall befand ich mich vor Kurzem an einem Sonntag in der Kueche und wurde prompt eingeladen zu helfen. Da stand ich also, mit einer Art Gartenschaufel in der Hand, vor einem Wok in dem man fuenf Babys nebeneinander baden koennte und versuchte, waehrend ich gesalzene Ananas ass (gewohnungsbeduerftig), mit einer Hand ein Beet von kleingeschnittenen Kartoffeln und Moehren umzugraben. Die Koechinnen waren sehr eifrig darin mir zu erklaeren, dass ich doch jetzt immer kommen soll wenn ich nichts zu tun habe (Hey, ich habe immer was zu tun!!! Sehe ich so faul aus???:-)), um richtig Chinesisch kochen zu lernen.

Besonders in der Zeit jetzt freue ich mich sehr ueber E-Mails, denn wenn man so alleine wohnt und keinen zum Unterhalten in der Muttersprache hat, fuehlt man sich doch ein bisschen alleine.