Heute sind wir auf das Datum genau 4 Wochen hier. Waehrend ich diesen Eintrag vorverfasse, werde ich von den Kindern in den Rollstuehlen gerufen: "Tiii-nna dschiedschie!" (mein chinesischer Name + grosse Schwester). Wenn ich hinschaue, jauchzen sie vor Freude.
Vor mir huepft die kleine u ch ue herum, was den Jungen mit Downsyndrom (zao-schin-schi) dazu veranlasst, sie zu schubsen. Im Fernsehen laeuft ihre Lieblingsserie. Gerade wird Schiau kai lin hereingeschoben, der geduscht worden ist.
Ich arbeite Montags und Dienstags von 15 bis 21 Uhr in meiner Familie, Mittwochs von 14- 20 Uhr. Donnerstags habe ich Fruehdienst von 6 Uhr 30 bis 8 Uhr, was meine Arbeitszeit am Abend kuerzt. Freitags arbeite ich wieder von 14 bis 20 Uhr.
Ein Beispiel fuer einen typischen Arbeitstag (Montag oder Freitag)
6 Uhr 30 mein Wecker klingelt
aufstehen, schwimmen gehen, Fruehstueck
8 Uhr 30 Chinesischunterricht
9 Uhr 30 Freizeit
15 Uhr Hausaufgaben mit U ch ue, die gerade an meiner Kladde herumspielt
15 Uhr 30 spielen mit U ch ue
16 Uhr U ch ue duschen und foehnen
16 Uhr 40 Alu vom Schulbus abholen
17 Uhr Essen, dabei Lin schia hau fuettern
17 Uhr 30 Schiau kai lin Zaehne putzen und Gesicht und Haende waschen
18 Uhr 30 Andacht
19 uhr bis 20 Uhr bei der Kreativgruppe helfen
20 Uhr U ch ue Schlafanzug anziehen
20 Uhr 30 Bewertung der Kinder - waren sie artig, oder nicht?
danach; ab ins Bett!!
21 Uhr Feierabend
Ich bin Abends zwar immer hundemuede, aber ich weiss, was ich getan habe und die Arbeit macht mir ungemein Spass!
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Sonntag, 5. Oktober 2008
Von Marathons. Roecken und Melonensaft
Der erste Eintrag auf meiner neuen Seite!
Sonntag, 5. September 97
Unsere erste Arbeitswoche ist vergangen und heute ist unser freier Tag.
Gestern stiegen wir recht frueh in den Samstag ein. Um sieben Uhr hiess es: Raus aus den Federn, duschen und schnell nach oben in unsere Familien. Naja, Federn ist uebertrieben, wer sich hier mit Federn decken will, hat wahrscheinlich kein Waermegefuehl:-). Deshalb schlafen wir unter einer normalen Decke, die fast so duenn wie ein Bettlaken ist.
In unseren Familien bekamen wir schicke rote Muetzen und Westen des Heimes zum anziehen, schnappten uns ein paar Kinder und brachten sie hinunter, wo sich alle versammelten. Denn wir sollten alle an einem Marathon teilnehmen, der hier in Hualien stattfand.
Am Stadion angekommen wurde noch rasch ein Gruppenbild gemacht und dann stellten wir uns an die Startlinie. Noch ein bisschen Gymnastik, laecheln fuer die Foto- und Fernsehkameras und dann gings los. Einen Rollstuhl vor mich her schiebend, drehte ich meine erste Runde im Laufschritt, danach wurden wir langsamer. Meine Gruppe, also das Maedchen in dem Rollstuhl, eine Helferin und zwei weitere Kinder, beendete den Lauf bereits nach einem Viertel der Strecke, sodass ich mich in Ruhe fuer den Brunch mit Monika und Jenny fertig machen konnte.
Am Abend besuchten wir den Gottesdienst einer Baptist Church. Nach einer Weile in der wir verlegen auf der Bank sassen, erbarmte sich dann auch eine Frau und uebersetzte den Gottesdienst fuer uns. Wir hoffen in der naechsten Zeit Anschluss an eine Jugendgruppe zu finden, vielleicht auch in dieser Baptist Church.
Heute morgen wollte ich eigentlich nach meiner langen Internetnacht ausschlafen, doch um 8 Uhr wurde ich vom Geschrei der Kinder meiner Familie geweckt, die sich fuer den Gottesdienst fertig machten und auf ihr "Taxi" warteten. Also drehte ich ein paar Runden im hauseigenen Schwimmbad und ordnete die Sachen in meinem Schreibtisch.
Um den freien Tag zu geniessen, machten wir einen Ausflug zum Strand und gingen danach auf den Markt in der Stadt. Am liebsten wuerde ich die Gerueche, Menschen und Geschaefte eines solchen Marktes nach Deutschland schicken, denn das sollte man erlebt haben. Shops um shops, meistens Schuh-, Schmuck- und Essenslaeden reihen sich aneinander und natuerlich riecht man besonders das Essen. Dazu die Roller, die sich ihren Weg durch die schmale Gasse bahnen, um ihre (bis zu 4) Fahrer mehr oder weniger mit Helm, Mundschutz, verkehrt herum angezogener Jacke und bei Regen noch mit knoechellangem Regencape nach Hause zu bringen. Taiwan ist schon ein vielfaeltiges Land! Ich probierte heute einen sehr leckeren Melonensaft. Bei den Roecken, die ich mir kaufen wollte, hatte ich jedoch weniger Erfolg. Zwar hatte ich am Ende unserer Tour doch welche gefunden, aber es ist leider eine Tatsache, dass die Taiwaner sowohl um einiges kleiner (jawohl, bis jetzt habe ich nur drei Menschen gesehen, die groesser sind als ich!), als auch um einiges schmaler sind als ich.
In den naechsten Tagen moechte ich versuchen, nicht mehr so oft im Internet zu sein, um mich noch mehr auf meine Arbeit zu konzentrieren.
Sonntag, 5. September 97
Unsere erste Arbeitswoche ist vergangen und heute ist unser freier Tag.
Gestern stiegen wir recht frueh in den Samstag ein. Um sieben Uhr hiess es: Raus aus den Federn, duschen und schnell nach oben in unsere Familien. Naja, Federn ist uebertrieben, wer sich hier mit Federn decken will, hat wahrscheinlich kein Waermegefuehl:-). Deshalb schlafen wir unter einer normalen Decke, die fast so duenn wie ein Bettlaken ist.
In unseren Familien bekamen wir schicke rote Muetzen und Westen des Heimes zum anziehen, schnappten uns ein paar Kinder und brachten sie hinunter, wo sich alle versammelten. Denn wir sollten alle an einem Marathon teilnehmen, der hier in Hualien stattfand.
Am Stadion angekommen wurde noch rasch ein Gruppenbild gemacht und dann stellten wir uns an die Startlinie. Noch ein bisschen Gymnastik, laecheln fuer die Foto- und Fernsehkameras und dann gings los. Einen Rollstuhl vor mich her schiebend, drehte ich meine erste Runde im Laufschritt, danach wurden wir langsamer. Meine Gruppe, also das Maedchen in dem Rollstuhl, eine Helferin und zwei weitere Kinder, beendete den Lauf bereits nach einem Viertel der Strecke, sodass ich mich in Ruhe fuer den Brunch mit Monika und Jenny fertig machen konnte.
Am Abend besuchten wir den Gottesdienst einer Baptist Church. Nach einer Weile in der wir verlegen auf der Bank sassen, erbarmte sich dann auch eine Frau und uebersetzte den Gottesdienst fuer uns. Wir hoffen in der naechsten Zeit Anschluss an eine Jugendgruppe zu finden, vielleicht auch in dieser Baptist Church.
Heute morgen wollte ich eigentlich nach meiner langen Internetnacht ausschlafen, doch um 8 Uhr wurde ich vom Geschrei der Kinder meiner Familie geweckt, die sich fuer den Gottesdienst fertig machten und auf ihr "Taxi" warteten. Also drehte ich ein paar Runden im hauseigenen Schwimmbad und ordnete die Sachen in meinem Schreibtisch.
Um den freien Tag zu geniessen, machten wir einen Ausflug zum Strand und gingen danach auf den Markt in der Stadt. Am liebsten wuerde ich die Gerueche, Menschen und Geschaefte eines solchen Marktes nach Deutschland schicken, denn das sollte man erlebt haben. Shops um shops, meistens Schuh-, Schmuck- und Essenslaeden reihen sich aneinander und natuerlich riecht man besonders das Essen. Dazu die Roller, die sich ihren Weg durch die schmale Gasse bahnen, um ihre (bis zu 4) Fahrer mehr oder weniger mit Helm, Mundschutz, verkehrt herum angezogener Jacke und bei Regen noch mit knoechellangem Regencape nach Hause zu bringen. Taiwan ist schon ein vielfaeltiges Land! Ich probierte heute einen sehr leckeren Melonensaft. Bei den Roecken, die ich mir kaufen wollte, hatte ich jedoch weniger Erfolg. Zwar hatte ich am Ende unserer Tour doch welche gefunden, aber es ist leider eine Tatsache, dass die Taiwaner sowohl um einiges kleiner (jawohl, bis jetzt habe ich nur drei Menschen gesehen, die groesser sind als ich!), als auch um einiges schmaler sind als ich.
In den naechsten Tagen moechte ich versuchen, nicht mehr so oft im Internet zu sein, um mich noch mehr auf meine Arbeit zu konzentrieren.
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